Newage Gedankengut

Unser Markt wird schon seit Jahrzehnten mit New-Age-Gedankengut überschwemmt. Dieselbe normale ruhige Musik, die früher zur „normalen“ Entspannung verkauft wurde, wird heutzutage z. B. als Zen-Musik geführt, um „Eins zu werden mit dem Kosmos“.

Die Kampfsportorganisation, bei der ich auch meine Trainerlizenz erworben habe, „Europen Self-Defense Organisation“, kurz ESDO, war ursprünglich rein europäisch und nur auf Technik, Selbstverteidigung und körperliche Fitness ausgelegt. Inzwischen werden Seminare mit fernöstlichem Mystizismus für die Gesundheit angeboten. Als ich mich das letzte Mal informiert habe, hieß sie neuerdings „International Health- and Self-Defense Organisation“ mit dem Kürzel IHSDO. Natürlich bin ich dort nicht mehr als Mitglied aktiv.

Aber ein Hauptproblem ist, dass vielerorts assoziiert wird, dass man nur ein guter Kampfsportler ist, wenn man sich mit dem ganzen zusätzlichen fernöstlichen Gedankengut befasst. Aber das ist einfach nicht wahr. Ganz im Gegenteil. Sogar Robert Bussey („The King of Combat“) hatte festgestellt, nachdem er Christ wurde, dass er wesentlich besser wurde, nachdem er das fernöstlich-esoterische Gedankengut aus seinem Leben verbannt hatte.

Vertrauen als Basis

Wir müssen unseren Blick in Bezug auf das Wort „Vertrauen“ erweitern. Wem oder was vertraue ich mich bewusst oder unbewusst an? Hier sind jetzt nicht direkt Menschen gemeint. Einfaches Beispiel: Misstraue ich Gott, wenn ich Kopfschmerztabletten einnehmen oder mir zum Schutz vor Karies die Zähne putze? Natürlich nicht. Von ihnen erwarte ich natürliche und keine übernatürliche Hilfe. Übernatürlich bedeutet, dass sich etwas nicht im Rahmen der natürlichen biologischen und physikalischen Gesetze bewegt. Aber wie wissen wir, wo die Grenzen sind?

Früher im Mittelalter hätte man den Ultraschall dem teuflischen Wirken zugeordnet. Heute wissen wir, dass er zur Physik der Natur gehört. Er ist nicht übernatürlich. In einem anderen Fall gehe ich zu einer Wahrsagerin und lasse mir die Zukunft vorhersagen. Hier vertraue ich mich nicht nur einem fremden Menschen in Bezug der Zukunft meines Lebens an. Ich gebe Mächten der Finsternis die Erlaubnis, in mein zukünftiges Leben einzugreifen, weil ich meine Zukunft und mein Schicksal nicht mehr Gott anvertraue. Denn da Gott niemals durch eine Wahrsagerin zu mir redet, macht es eine andere Macht, wenn die Wahrsagerin keine Trickbetrügerin ist.
Aber so oder so, ich lasse mich manipulieren.

Der Christ in der Welt, aber nicht mehr von der Welt

Bezüglich der Tatsache, dass grundsätzlich jeder Mensch in eine vom Teufel
beherrschte Welt hineingeboren wird (Zitat Satans in Lukas 4,6: „Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will.“). Und unser Herr hat ihm nicht widersprochen!

Ein Jünger des Herrn Jesus Christus erlebt die befreiende Tatsache, dass er durch Christus von dieser Welt und von der Gewalt Satans „errettet wurde“ (Kol. 1,13+14) und „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ (Römer 8,1).

Der Gott der Bibel hat Energie und Kraft. Nun sagt aber die Bibel, dass diese geistliche Kraft, dieses, Pneuma' nicht dieselbe ist wie jene des Kosmos: „Wir haben aber nicht den Geist der Welt (pneuma tou kosmou) empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist (pneuma tou theou), dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist“ (1. Korinther 2, 12).

Die Bibel bezeichnet die Person, die kosmische Kraft zu geben vermag, als „Fürst dieser Welt“ (Arkon tou kosmou, Johannes 12, 31) und seine Diener als „Kosmokratores“, als „Weltherrscher der Finsternis“ (Epheser. 6, 12). Dieser Fürst ist auch als Satan oder Teufel bekannt, und die Bibel gesteht ihm eine sehr wirksame Kraft zu, mit der er Zeichen und Wunder zu tun und ganz besonders auch einen falschen Weg zum Heil oder zur Ganzheit vorzugaukeln vermag und sogar auch Christen zu verführen: „Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts.“ (2. Korinther 11,14) -->siehe dazu den Beitrag Wenn Engel sich tarnen.
Kosmische Energie ist keine neutrale Energie wie die physikalische, sondern sie ist gesteuerte Energie, und zwar von Satan gesteuerte Energie.

Walter Nitsche und Benedikt Peters schreiben dazu in ihrem Buch „Dämonische Verstrickungen - Biblische Befreiung“: „Seit Urzeiten lädt Satan den Menschen in sein Reich ein und gebärdet sich dadurch als klarer Gegenspieler Gottes. Da die ersten Menschen auf diese teuflische Einladung eingegangen sind (und in der Folge das Paradies verloren), wurde dem Diabolos grundsätzlich die Möglichkeit gegeben, in der Welt bzw. in den Menschen zu wirken. Er, Satan, wird daher auch als „Fürst dieser Welt“ bezeichnet (Joh. 12,31; 14,30), als Herrscher in einer gefallenen Welt.

Die Mächte der Finsternis herrschen in der Luft (Eph. 2,2). In verschiedenen Übersetzungen von Epheser 6,12 steht „himmlische Regionen“ und „unter dem Himmel“. Das ist der Bereich zwischen der Erde und der Stratosphäre. Wir sündigen, und wir wurden sogar schon als Sünder in eine gefallene Welt hinein geboren (Röm. 3, 23; Eph.2, 1+2). In Psalm 51,7 steht sogar: „Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.“ Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen: Sogar kleine Kinder lügen schon, auch wenn sie es nirgendwo gelernt haben konnten.

Magisches Denken

Unsere Generalaufgabe als Christen ist es, Menschen aus dem Reich der Finsternis in das Reich des Lichtes (das Reich Gottes) einzuladen (Apg. 26,18; 1.Thess. 1,9).

Jeder Mensch ist den Gesetzen der unsichtbaren Welt unterworfen und grundsätzlich zunächst den Wirkungen der gefallenen Welt unterworfen.

Bewusster oder unbewusster Kontakt zum Übernatürlichen?!

Jesus hat gesagt:
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“ (Joh. 14,6).
Durch Jesus ist der Weg frei zur Gemeinschaft mit Gott.

In allen Religionen der Welt sind die Menschen auf der Suche nach dem Kontakt und der Gemeinschaft mit Gott bzw. dem Göttlichen. In der Bibel hat Gott immer die Gemeinschaft mit dem Menschen gesucht. Indem ich Jesus Christus mein Leben gegeben habe, bin ich sein Eigentum geworden. Aber am Anfang habe ich angefangen, Ihm zu vertrauen und zu glauben, dass Er das Beste für mich will. Der Teufel möchte aber nicht, dass wir uns Jesus Christus anvertrauen. Er möchte lieber, dass wir uns Dingen anvertrauen, die Gott aus unserem Leben verdrängen, und wo er seine Hand darüber hält. Die Mächte der Finsternis möchten entscheidend an dem Leben eines jeden Menschen teilhaben und ihn manipulieren. Dies geschieht durch:
- Erwartungshaltung verbunden mit magischem Denken (entsprechendes Vertrauen)
- Beseelung der Materie
- Assoziationen hervorrufen

Es gibt natürlich viel mehr, aber zum Verdeutlichen sollen diese Punkte ausreichen.

Erwartungshaltung verbunden mit magischem Denken

Hier finden wir erneut einen entscheidenden Satz, der sehr wichtig für unser Denken ist und wieder in das Schema „Was verbinde ich mit was“ passt: „Wer übernatürliche Hilfe oder übernatürliches Unheil von irgendwoher anders erwartet oder erbittet als vom lebendigen Gott, treibt - auch wenn es nur unbewusst geschieht - Abgötterei und schafft somit Satan Gelegenheit, dieses Irrvertrauen zu bestätigen.“


Aberglaube


Magisches Denken finden wir zum Beispiel im Aberglauben. Wie bereits schon angesprochen, vertraue ich meine Zukunft nicht mehr Gott an, wenn ich zum Wahrsager gehe oder das Horoskop lese. An dessen Stelle tritt der Gegenspieler Gottes auf den Plan. Oder ich erwarte unheilvolle Begebenheiten durch Freitag den 13. oder einer schwarzen Katze, die mir über den Weg läuft. Findet sich magisches Denken auch bei Christen? Aber ja! Z.B. wenn ich bete, weil das Gebet an sich geholfen hat, aber nicht weil der Herr geholfen hat, weil ich IHN darum bat.

Grundlegend ist die Erwartungshaltung, die die Basis bildet. Durch das magische Denken möchte Satan Einfluss auf den gläubigen Christen nehmen. Ich bin zum Beispiel zum Tee eingeladen. Nachdem ich getrunken habe, sagt mir der Gastgeber, dass er über diesen Tee gependelt habe, damit dieser Tee eine heilende Wirkung auf meinen Geist hat. Wenn er mir dies vorher gesagt hätte, dann hätte ich nicht angefangen, diesen Tee zu trinken, als Zeugnis, dass ich für mein Seelenheil nur Jesus brauche. Wenn ich den Tee aber schon getrunken habe, kann er mir nichts anhaben (vergleiche 1. Kor. 8.1-13). Warum? Es ist doch nur einfacher normaler Tee. Ich fange in dem Moment an zu sündigen, wenn ich meiner persönlichen Erwartung daran glaube und vertraue, dass dieser Tee eine besondere Wirkung auf meinen Geist hat. Oder ich stelle die Tasse weg, aus Angst, der Tee könnte auf mich eine schädliche Wirkung haben. In diesem Moment glaube (Glauben = Vertrauen) ich an die Wirkung des Tees. Es geht jetzt hier nicht um Zutaten im Tee wie Kräuter, sondern um rituelle Handlungen wie eben das Pendeln.

Denn Kräuter sind biologisch und somit natürlich. Auch Hufeisen haben keine positive oder negative Wirkung (höchstens eine negative Wirkung für das Pferd, wenn es schlecht beschlagen wurde). Es sind einfach nur Gegenstände. Erst die Erwartungshaltung, dass das Hufeisen Glück bringt, aktiviert die Mächte der Finsternis, aktiv am Leben teilzunehmen.

Beseelte Materie

Beim magischen Denken in Verbindung mit beseelter Materie, bedient man sich auch bewusst oder unbewusst fremder übernatürlicher Mächte. Beseelte Materie bedeutet, dass man glaubt, dass bestimmte Gegenstände Einfluss auf Personen haben, dadurch, dass eine übernatürliche Macht sich darin niedergelassen hat oder wirkt. Hiermit ist nicht der Einfluss des Mondes oder die elektromagnetische Strahlung von Handys gemeint, denn dies gehört ja zur Physik. Beseelte Materie bedeutet auch Animismus (lat. anima = Seele). Es ist der Glaube an die Beseeltheit der Natur und ihre Kräfte.

Beseelte Gegenstände?

Das Kerndenken im Animismus ist, dass man glaubt, dass die Materie von bösen Geistern und Dämonen beseelt ist. Diese extreme Form finden wir in der brasilianischen Kultur wieder, wo sich Elemente der Indianerkultur (Schamanismus) den Traditionen afrikanischer und portugiesischer Einwanderer und christlichen Elementen zu den Voodoo-Kulten wie Macumba, Candomble und Umbanda verschmolzen haben.

Eine weniger verschärfte Form finden wir aber woanders wieder. Die Ex-Frau eines Freundes steckte zum Beispiel ihren Kindern immer Edelsteine in die Hosentaschen, in der Hoffnung, aus den Edelsteinen fließen Kräfte, die die Kinder vor Krankheiten beschützt. Oder ich trage ein Amulett, das mich vor Gefahr schützen soll. Kann ein Gegenstand wie eine Buddhastatue oder ein Shinto-Schrein auf mich als gläubigen Christen eine Wirkung haben? Das sind ja doch ganz andere Gegenstände als ein Edelstein. Zunächst eigentlich nicht. Beseelte Materie kann sich erst dann entfalten, wenn ich dem in meinem Leben Raum gebe. Das geschieht dann, wenn ich von diesen Dingen eine übernatürliche Wirkung erwarte. Aber ein japanischer Christ wird sich deswegen keinen Shinto-Schrein oder Buddhastatue in seine Wohnung stellen, weil er mit dieser Religion nichts mehr zu tun haben möchte und als Zeugnis für die sichtbare und unsichtbare Welt. Die Epheser in Apostelgeschichte 19 verbrannten ihre okkulten Bücher öffentlich, weil sie ein Zeugnis damit geben wollten und nicht weil sich darin Dämonen befanden.

Assoziationen

Ich verbinde in meinen Gedanken Dinge, die miteinander in Verbindung stehen.
Das kann positiv oder negativ sein. Nachdem ich aufgehört hatte zu rauchen, bekam ich zu Anfang an immer wieder in Situationen Appetit auf eine Zigarette, wo ich mir früher eine Zigarette angesteckt hatte, z.B. nach dem Essen, nachdem ich eine Arbeit erledigt hatte, wenn ich Fernsehen gesehen habe oder mich entspannen wollte. Manch andere ehemalige Kampfsportler, die Christen geworden sind, werden pauschal den Kampfsport mit Okkultismus verbinden und ablehnen, weil sie früher damit vielleicht „Eins-Werden mit dem Kosmos“ in Verbindung gebracht haben. Von einem Christen wissen wir, das Taekwon-Do sein Gott gewesen ist. Sein Beweggrund, keinen Kampfsport mehr zu betreiben, ist, dass er nicht mehr in diese alte Sünde hineinrutschen möchte und Gott auf Platz 2 gedrängt wird.

GIückszeichen, die zu Unglückszeichen werden

Oder besser gesagt, es geht hier um magisches Denken gezielt bei Christen. Wir hatten ja schon Parallelen bei der Erwartungshaltung und beseelter Materie angesprochen. Hier möchte ich auch wieder gerne Walter Nitsche und Benedikt Peters zitieren:
Das extreme Beispiel einer Frau, die sich zu Jesus bekehrt hatte: „Ich gab früher sehr viel auf Dinge wie Glück bringendes Kleeblatt, Glückspfennig, Daumendrücken, Glückskäfer, usw. Als ich gläubig wurde, erkannte ich, dass dieser Irrglaube Sünde vor Gott ist, und ich warf alle Maskottchen weg. Nie mehr wollte ich mich solcher dämonischer Dinge bedienen. Ich vermied jeglichen Umgang mit solchem Zeug. Kürzlich kam meine Tochter von der Schule nach Hause, und ich entdeckte, dass sie von irgendjemandem ein Lineal geschenkt bekommen hatte. Darauf waren lauter Glückszeichen abgebildet (Schornsteinfeger, Glückskäfer, vierblättriges Kleeblatt). Ich erschrak zutiefst. War meine Familie dadurch nun wieder verunreinigt, waren wir wieder dämonisch belastet?“





Bei diesem Beispiel sehen wir die Gefahr magischen Denkens für einen Christen: Was man früher als Glückszeichen angenommen hat, wird nun einfach zum Unglückszeichen. Wie bereits schon früher aufgezeigt wurde, hat ein Gegenstand an sich oder eine Pflanze aus sich selbst heraus keine übernatürlichen, negativen oder Dämonisch-magischen Kräfte. Erst die Erwartungshaltung von einer Person an diese Dinge bewirkt es, dass eine Tür für das Wirken von unsichtbaren Mächten geöffnet wird.

Wolfgang
Vereinigung christlicher Kampfsportler
www.vck-web.org






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