Esoterik Vortrag Wienhausen

Am 18. Oktober 2009 war Eckart Haase zu Gast bei der freien evangelischen Gemeinde (FeG) in Wienhausen bei Celle.

Titel der Veranstaltung: „Es ist nicht alles Licht, was scheint“. Hintergrund ist dass Eckart Haase einst Lichtarbeiter war und nunmehr seit über sechs Jahren vollständig damit aufgehört hat und gläubiger Christ geworden ist. Speziell ging es in dem Vortrag um das Jahr 2012. Für das Jahr 2012 erwarten ja viele Esoteriker und Newage-Anhänger den Auftakt für ein neues Zeitalter auf der Erde. In dem Vortrag wurde das Aufstiegsszenario beleuchtet, welches in esoterischen Kreisen propagiert wird.

Ein Szenario, in welchem der gesamte Planet Erde mitsamt der Menschheit in eine höhere, spirituelle Dimension aufsteigt – so zumindest die esoterische Auffassung. Haase skizzierte in dem Beitrag, dass es hier durchaus auch Parallelen zum Nationalsozialismus gibt. Denn viele Lichtarbeiter und Esoteriker sind der Meinung, dass nur bestimmte Menschen diesen Aufstiegsprozess mitmachen können, nämlich solche, deren Schwingungen hoch genug dafür sind. Nur eine bestimmte Elite ist demnach in der Lage, sich spirituell weiter zu entwickeln. Das erinnert durchaus an die Rassenlehre der Nazis, bei der auch nur ausgesuchten (arischen) Menschen die Zugehörigkeit zur Herrenrasse vorbehalten war.

Derzeit gibt es sehr viel esoterische Literatur, in der es um dieses ominöse Jahr 2012 und den Mayakalender geht (Einige Buchtitel sind hier zu finden: 2012 Bücher). Die Maya waren ein Volksstamm aus Mittelamerika, die ein spezielles Kalendersystem hatten (Details dazu: Mayakalender). Dieser Kalender endet am 21.12.2012. Daher erwarten viele Esoteriker für dieses Jahr den Beginn eines neuen Zeitalters. Mancherorts wird sogar der Weltuntergang für dieses Jahr erwartet, so wie es auch in Roland Emmerichs Kinofilm „2012“ dargestellt wird. Mehrheitlich wird allerdings nicht der Untergang, sondern der spirituelle Aufstieg von Menschheit (bzw. Teilen davon) und Erde erwartet.

Jederzeit bereit

In dem Vortrag wurde das esoterische Szenario der biblischen Botschaft gegenüber gestellt. Zwar spricht auch die Bibel prophetisch vom kommenden Ende dieser Welt und dem Wiederkommen Jesu und dem Gericht über die Völker. Jesus Christus vermeidet es aber explizit, ein genaues Datum für diese Ereignisse zu nennen. In Apostelgeschichte 1,7 heisst es:

„Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat“.

Und in Lukas 12,40:

„Auch ihr, seid bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint“.

Gott hat also einerseits bewusst kein Datum für das Ende dieser Welt oder für das Wiederkommen Jesu genannt. Andererseits sagt Gott auch ausdrücklich, dass es nicht unsere Sache ist, solche Daten zu kennen. Dieses Terrain ist ausschließlich dem souveränen Handeln Gottes vorbehalten. Er allein weiß, wann es soweit sein wird. Irgendwelche Daten oder Jahreszahlen zu verbreiten richtet sich also auch explizit gegen Gott.

Gott möchte, dass wir jederzeit bereit sind für das Kommen Jesu. Denn Gott möchte, dass wir umkehren von unserem alten Weg und zum Glauben an Jesus Christus kommen. Wäre ein spezielles Datum bekannt, könnten die Menschen bis dahin in Saus und Braus leben, um kurz vorher den scheinbaren Sinneswandel zu vollziehen. Doch echtes Buße tun kann so natürlich nicht funktionieren. Daher hat Gott bewusst kein Datum öffentlich bekannt gegeben.

Retter oder Richter?

Jesus Christus wird ganz plötzlich wiederkehren, dann wenn niemand damit rechnet. Und dann geht es darum, wer Jesus für einen Menschen ist: Retter oder Richter?

Jesus: Retter oder Richter?

Denn in Gottes Wort heisst es:

„Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit“ (Mt. 24,30).

Es wird also ein Wehklagen geben. Nämlich dann, wenn man seinen Frieden mit Gott nicht gemacht hat. Auf das Jahr 2012 zu warten, wäre eine trügerische Hoffnung. Die Liebe Gottes ist so umfassend, dass sie jeden Menschen erretten möchte. Aber niemals gegen den Willen eines Menschen. Wie bei einer Eheschließung ist also ein JA-Wort nötig. Gott möchte ein Reich voller Freiwilliger haben. Gott liebt jeden Menschen. Aber da es ihm um echte, ungeheuchelte und wahre Liebe geht, hat er den Menschen die Möglichkeit eingeräumt, sein Liebesangebot abzulehnen. Es scheint, dass viele Menschen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Doch das Angebot besteht weiter - solange ein Mensch lebt. Wenn Du ihm Dein JA-Wort geben möchtest, spricht mit Gott, bete zu ihm und sag ihm, dass Du seine Einladung annimmst. Dein JA für Jesus besiegelt Deine Entscheidung. Jesus wird für Dich dann nicht Richter, sondern Retter sein.



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