Okkulte Phänomene

„Wer glaubt und behauptet, es gäbe keine Hölle, keine Dämonen, keine Geister (als Oberbegriff für alles andersdimensionale), der irrt.“, so habe ich meinen Aussteigerbericht begonnen (siehe Bericht).

Ich habe mir angewöhnt, meine Artikel auf den Interessensschwerpunkt derjenigen Menschen abzustimmen, die mir Mails schreiben. Momentan gibt es ein „Schwemme“ von Mails, die, wie ich glaube, von sehr jungen und unerfahrenen Menschen geschrieben werden.

Zusammengefasst lese ich immer wieder „Ach, das alles ist doch nur ein Hobby. Ich glaube eh nicht daran, dass das funktioniert. Ich bin einfach nur neugierig. Übertreib mal nicht.“
Diesen Artikel möchte ich jetzt für jene Menschen schreiben, die sich der Gefahren nicht bewusst sind. Ich habe nun schon einige Jährchen auf dem Buckel und ich habe meine Erfahrungen gemacht. Glaubt mir, ich habe genauso gedacht wie ihr. Ich war neugierig und dachte nicht im Traum daran, dass dieses Huhibuh funktioniert. Für meine Neugier habe ich einen hohen Preis gezahlt. Wenn ich ehrlich bin, dann zahle ich immer noch ab.

Um Euch zu zeigen, dass es tatsächlich eine Ebene zwischen den Welten gibt (siehe auch Die drei Ebenen), möchte ich heute einige Beispiele aus meiner „Esozeit“ erzählen.

Ich war schon einige Jahre im „Geschäft“, als ich folgendes erlebt habe. Ich soll zwar nicht schwören, aber um Euch die Echtheit zu garantieren, verspreche ich, dass ich die folgenden Geschichten tatsächlich so erlebt habe.
Ich dachte damals, dass ich schon genug Erfahrungen gesammelt hatte, um mich zu schützen. Ich war davon überzeugt, dass mich kein „niederes“ Wesen belästigen könnte. Warum mein Schutz nicht funktionierte, weiß ich bis heute nicht. Jedenfalls saßen meine damalige Freundin und ich zusammen in meinem Wohnzimmer, die Witchboards vor uns.

Wir hatten Kontakt zu einem „Engel“ (siehe falsche Engel), der uns versprach sich zu zeigen, da wir zweifelten. Meine Freundin und ich legten eine Pause ein und unterhielten uns darüber, was wir nun mit diesen Informationen anfangen sollten. Ein paar Minuten später hörten wir aus dem Kinderzimmer meiner Tochter ein lautes Geräusch. Wir sahen uns verblüfft an und sprangen auf um zu sehen, was passiert war. Meine Katzen konnten es nicht gewesen sein, die lagen beide auf dem Kratzbaum uns schliefen. Meine Hündin war es auch nicht, die lag neben uns auf der Couch und wuffte in Richtung Kinderzimmer. Wir waren mit den drei Tieren allein in der Wohnung. Als wir das Kinderzimmer betraten, sahen wir erst einmal nichts, was das Geräusch hätte auslösen können. Wir sahen uns etwas verdattert an und glichen ab, was wir gehört hatten. Schließlich entschieden wir uns, wieder ins Wohnzimmer zurückzukehren.

Als wir uns gerade umdrehten, um das Zimmer zu verlassen, sahen wir beide einen Schatten an der Wand, der sich langsam vorwärts bewegte. Der Schatten war ungefähr so groß wie eine ausgewachsene Katze, die sich auf zwei Beinen fortbewegte. Ganz deutlich konnten wir eine humanoide Form im Profil erkennen. Sie blieb über dem Kopfteil des Bettes stehen und drehte sich langsam in die Frontansicht. Meine Freundin und ich blieben ganz still stehen und beobachteten das Geschehen. Mein Herz rutschte mir fast in die Hose. Ausgerechnet das Kinderzimmer. Nun ja, etwa fünf Minuten später löste sich der Schatten auf.

Die Geister die ich rief

Ich hätte erst denken können, dass das der Schatten einer Puppe war, aber wie sollte sich eine Puppe, die definitiv nicht an der Stelle war, wo sie hätte sein sollen, um einen Schatten zu werfen, sich auch noch bewegen?

Nachdem der Schatten sich aufgelöst hatte, gingen wir wieder zurück in das Wohnzimmer. Wir hatten einen mächtigen Schrecken bekommen, aber fanden das Vorkommnis dennoch spannend. Sofort setzen wir uns wieder an unsere Boards und nahmen erneut Kontakt zu diesem „Engel“ auf, der beteuerte, dass er es nicht gewesen sei. Neues Rätsel, wer war es dann? Wieder später, etwa eine halbe Stunde später, sprangen meine beiden Katzen, wie von der Tarantel gestochen, auf und fauchten, aufgeplustert um die Wette. Sie duckten sich und rannten wie vom Wahnsinn ergriffen durch die Wohnung. Sie verhielten sich, als wäre jemand hinter ihnen her.

Wie wir wissen, haben gerade Katzen eine sehr feine Antenne. Irgendwann, verschwanden beide Katzen unter dem Bett und kamen nicht mehr heraus.

Überall in der Wohnung raschelte es, knallte etwas und es war extrem kalt. Wir wussten, dass, wenn wir jetzt in Panik geraten würden, die ganze Sache nur noch schlimmer werden würde, also beruhigten wir uns gegenseitig und murmelten bestimmte Bannsprüche vor uns hin. Mit Verlaub gesagt, dass war einen Schei… wert. Etwa 50% meiner Glühbirnen in der Wohnung knallten durch, mit samt Sicherungen. Wir standen im Dunkeln.

Diesen Abend werde ich bestimmt nicht so schnell vergessen. Genauso wenig wie den Tag, an dem ich, kurz vor meinem Ausstieg aus der Lichtarbeit, spät abends, noch am Computer saß und meine, „heißgeliebten“ EVPs (Tonbandstimmen) abhörte.

Ich war sehr konzentriert. Erklären muss ich noch, dass mein Computer direkt an der Tür zu unserer Küche steht. Ich kann also, wenn ich am Computer sitze direkt in meine Küche sehen. Ich hatte am Computer eine Schreibtischlampe an, damit ich die Tastatur noch sehen konnte. In der Küche war das Licht jedoch aus. Mein Vater war gerade gestorben und ich versuchte über EVP, mit ihm in Kontakt zu treten bzw. mit einem nahen Verwandten.

Meine Familie war schon zu Bett gegangen und schlief. Ich hörte, reichlich entspannt, meine EVPs ab. Ich sah plötzlich, aus dem Augenwinkel, eine Bewegung in der Küche. Ich sah genau hin. Eigentlich verschwinden ja die Objekte sofort, wenn man genau hinsieht, diesmal jedoch nicht. Ich sah also genauer hin und sah in der dunklen Küche eine Mannsgroße Gestalt, die sich langsam in Richtung Spülbecken bewegte. Es sah aus, als hätte dieser „Mann“ kein Oberteil an, sprich oben ohne. Er ging etwas gebeugt und sehr langsam. Ich konnte genau die Umrisse des Körpers sehen (Arme, Schultern, Kopf, Beine, ...).

Ich erschrak natürlich, dachte aber, dass das mein Mann sei. Mein Mann ist ein kleiner Scherzbold müsst Ihr wissen. Er macht sich, ab und an, einen Spaß daraus, andere Menschen zu erschrecken. Komisch war nur, dass ich nicht gehört hatte, dass er die alte, knarrende Holztreppe herunter gekommen war. Nun ja, in diesem Moment dachte ich aber nicht darüber nach.

werd' ich nicht mehr los

Ich dachte nur „So mein Lieber, jetzt erschreck ich Dich“ Ich stand ganz langsam und leise auf, schlich mich in die Küche und knallte meine Hand vor den Lichtschalter. Mein Mann hätte ja nun in der genannten Ecke, an der Spüle stehen müssen, da stand er aber nicht. Da war einfach niemand. Ich stand da und war doch sehr verblüfft, dass da nichts war. Einfach nichts.

Es sind jetzt nur zwei Geschichten und das sind noch die harmlosesten, von den vielen Geschichten, die ich persönlich erlebt habe. Ich kann nur sagen, lasst die Finger weg von irgendwelchen okkulten Ritualen, Zaubersprüchen und was es sonst noch „lustig-spannendes“ gibt.

Selbst wenn Ihr schon länger dabei seid und Euch ziemlich sicher seid, dass Ihr genügend Erfahrungen habt, um Euch diese Wesen vom Hals zu halten, es wird der Tag kommen, an dem der Schuss nach hinten los geht. Ich bin mir sicher, dass mir nichts passiert ist, in den ganzen Jahren, weil ich von einer anderen Seite beschützt wurde. Ich wurde ausgebremst. Wäre ich nicht abgewichen, von diesem gefährlichen „Spiel“, wäre irgendwann noch etwas richtig Krasses passiert. Davon bin ich wirklich überzeugt.

Die Gefahr, die ich bei der ganzen Geschichte sehe ist, dass man nach einer Zeit Esoterik und „Übungen“ mit Ritualen, die Warnungen, auch aus der Szene, arrogant von sich weist. Es passiert ja auch erst einmal nicht viel. Klar, der eine oder andere wird Erfolgserlebnisse haben, aber dann kommt man an einen Punkt, wo der Spaß zu Ende ist, man ist aus den Babyschuhen herausgewachsen und dann geht es ran an die Buletten.

Die vermeintlich lieben Engel, entpuppen sich nach und nach, als ein Suchtstoff, dann als Warnung, dann als Gefahr. Wie gesagt, ich könnte noch viele andere Geschichten schreiben, die ich erlebt habe. Ich kann auch Geschichten erzählen, die anderen passiert sind. Letztendlich läuft alles auf das Eine aus. Der ganze Esokram ist und bleibt Okkultismus und ich denke, dass in der Bibel nicht umsonst davor gewarnt wird.

Ihr müsst Euch Eines klar machen, so schnell wird man den Feind nicht mehr los. Er beißt sich fest und das meine ich nicht nur auf akute Situationen, selbst wenn Ihr Euch entscheidet damit aufzuhören, was ich hoffe, er wird Euch noch weiter, immer und immer wieder versuchen zur Esoterik und damit zum Okkultismus zurück zu locken. Denn nicht umsonst heißt es „Die Geister, die ich rief, werd ich nicht mehr los“.

Seid vorsichtig und denkt darüber nach. Ihr könnt mich gerne anschreiben, wenn Ihr nicht wisst, wie Ihr aussteigen sollt oder Ihr versucht werdet. Gerade die Newbies, geht nicht weiter in die Materie rein. Nehmt Eure Füße in die Hand und rennt so schnell Ihr könnt wieder in die andere Richtung. Bitte!!

Ella M.V. Rabenhorst

Teil 2: Die Geister die ich rief (2)
zu Ellas Rubrik: Texte


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