Buch Rezension

„Der Kampf um meine Seele“ ist ein sehr treffender Titel für dieses Buch. Die Autorin Angelika Amend erzählt darin die spannende Geschichte ihres Lebens, welches sie von den Abgründen der Esoterik bis zum rettenden Glauben an Jesus Christus führte.

Streng katholisch erzogen, ging sie als Kind jeden Sonntag mit ihrer Familie zur Kirche. Schon damals war sie sehr sensibel für die unsichtbare Welt, scheute sich aber ihre Erfahrungen mit ihren Eltern zu teilen. Wie erstaunlich viele Kinder stellt sie sich bereits früh Fragen nach dem Sinn des Lebens: „Warum lebe ich?“, „Wer hat die Fäden in der Hand?“ oder „Wer beschützt mich?“. Ihr ist klar, dass es einen Schöpfer geben muss, sie sieht aber auch die Widersprüche zwischen der Lehre der katholischen Kirche und ihrem persönlichen Glauben.

Als Jugendliche beginnt sie sich für Astrologie und Numerologie zu interessieren. Sie hat keinen Zweifel, dass das Wassermannzeitalter anbrechen würde.

Bedingt durch ihren Sport zieht sie sich auch Verletzungen zu und verbringt viel Zeit in Kliniken. Dort fühlt sie sich immer irgendwie von Gott beschützt.

Später leitet sie zusammen mit einer Schweizer Physiotherapeutin den Sportclub in einem Sporthotel. Durch diese Kollegin lernt sie fernöstliche Therapien, Techniken und Lebensphilosophien kennen. Sie vertieft sich in die Lehre von den Meridianen. Sie ist fasziniert von der neuen Welt, die sich ihr auftut. Sie zweifelt nicht im Geringsten an Reinkarnationslehre, dem Prinzip von Yin und Yang oder der Chakrenlehre. Hier hat sie auch den ersten Kontakt zu Reiki. Von ihrer Kollegin erhält sie ihre erste Behandlung. Sie beschreibt nun etwas, das viele Menschen beschreiben, die esoterische Praktiken ausüben: Sie fängt während der Behandlung furchtbar an zu frieren. Eisige Kälte geht ihr durch Mark und Bein.

Doch noch ist ihr nicht klar, auf was sie sich eingelassen hat. In ihrem Buch bringt es die Autorin rückblickend auf den Punkt: „Was immer es war, es nahm mich schleichend mehr und mehr gefangen und wollte mich sukzessiv zerstören.“

In Schweden heiratet sie schließlich ihren jetzigen Ehemann. Sowohl ihr Mann als auch sie können mit der Lehre der Kirche wenig anfangen, als Alternative widmen sie sich daher dem „positiven Denken“ von Dr. Joseph Murphy. Als sie schwanger ist, taucht das Thema Reiki wieder bei der Autorin auf. Sie liest von einem Seminar, in dem man sich in den ersten Grad einweihen konnte. Spontan meldet sie sich dazu an. Sie berichtet, dass ihr Meister ganz begeistert davon war, dass sie schwanger ist und ihr zusätzlich noch eine besondere Einweihung gibt. Beim Reiki gilt, dass ein Kind, das bereits im Mutterleib eingeweiht wird, von Geburt an den ersten Reiki-Grad hat.

In der Folge kriselt es immer mehr in der Ehe. Es kommt zu vielen Diskussionen und Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten. Sie wahren zumindest nach aussen hin den Schein, leben sich aber innerlich immer mehr auseinander. Erschwerend kommt hinzu, dass sie sich mit einem Hausbau völlig übernommen haben.


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Homepage der Autorin: www.angelika-amend.de

Was läuft falsch?

Schließlich wagt die Autorin mit 45 Jahren den Schritt in die Selbständigkeit und eröffnet im eigenen Haus ein „Zentrum für Gesundheitssport“. Sie bietet auch anderen Referenten an, die Räumlichkeiten zu nutzen. Auch eine frühere Studienkollegin trifft sie auf diese Weise wieder. In einem Kurs dieser Bekannten ist auch eine Reiki-Meisterin. Diese fragt die Autorin, ob sie nicht Interesse hätte, ihre Reiki-Ausbildung fortzusetzen. Sofort fängt sie Feuer und lässt sich mit vollem Eifer und hohem finanziellen Einsatz in die nächsten Reiki-Grade einweihen. Schon bald leitet sie eine eigene Reiki-Gruppe. Sie beschließt zudem, sich zur Reiki-Lehrerin ausbilden zu lassen, um so auch andere Interessierte selbst einweihen zu können.

Ihr Zentrum entwickelt sich zusehends zu einem Esoterik-Zentrum für alle Arten von esoterischen Seminaren. Kaum etwas wird ausgelassen: Bachblüten, Engelarbeit, Familienaufstellungen, Atemsitzungen oder Pendel-Kurse. Die Resonanz steigt und bald ist die Autorin sieben Tage die Woche im Einsatz.

Sie beschreibt in ihrem Buch, wie sie versucht ihr Tun mit dem eigenen Glauben in Einklang zu bringen. Wie viele Reiki-Anwender betet sie vor einer Sitzung dafür, dass göttliche, universelle Lebensenergie durch sie hindurch fließt und als heilende Kraft auf die Patienten übergeht. Die Energien kann sie förmlich spüren. Bei ihrer Einweihung in den Meister-Grad sieht sie vor sich einen wunderschönen Engel, der zu ihr die Worte spricht: „Endlich bist du da!“. Heute weiß sie dass Satan selbst und seine Engel (Dämonen) sich als Engel des Lichts ausgeben (2. Korinther 11, 14-15: „Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen.“)

Rein äusserlich scheint alles gut zu laufen. Von dem vielen Geld, das sie einnimmt, bleibt jedoch nicht viel übrig. Vieles davon steckt sie wieder in neue Seminare, esoterische Gegenstände oder Literatur. Die Krise um den Hausbau verschärft sich zudem. Sie und ihr Mann stürzen sich daher in noch mehr Arbeit und haben nur noch wenig Zeit für sich und die Familie. Die Ehe an sich ist faktisch tot. Beide Partner diskutieren nicht einmal mehr, sondern schweigen sich nur noch an.

Doch vor allem merkt Angelika Amend, dass ihre Persönlichkeit sich zu verändern beginnt. Sie dreht sich immer mehr um sich selber, wird zunehmend egoistisch und aggressiv. Sie verliert ihre natürliche Fröhlichkeit und leidet verstärkt unter Stimmungsschwankungen bin hin zu depressiven Zuständen. Auch körperlich macht sich der okkulte Einfluss bemerkbar. Sie hat höllische Schmerzen, vor allem nachts. Zitat aus dem Buch: „Eigentlich hatte ich doch all diese Methoden und Praktiken nur erlernt, um Menschen zu helfen – und auch als Hilfe für mich persönlich. Aber gerade das Gegenteil geschah: Ich wurde sehr reizbar und launisch, die Menschen gingen mir immer mehr auf den Geist – sogar meine eigene Familie. So zog ich mich lieber zurück und isolierte mich.“

Die Autorin steuert dem Abgrund entgegen. Ihre esoterischen Freunde ermutigen sie jedoch auf Kurs zu bleiben. Ihren Mann sieht sie inzwischen als Hindernis auf ihrem Weg der geistigen Höherentwicklung. Tragisch: Viele Lichtarbeiter und Esoteriker wähnen sich auf dem Weg nach oben. Dass es für sie Wahrheit steil nach unten geht, merken sie nicht.

Die Autorin kommt an einen Punkt, an dem sie sich fragt: „Was stimmt hier nicht? Was läuft hier falsch?“. Doch noch ist ihr nicht klar, dass die Sache an sich, die sie macht falsch ist. Die Einsicht kommt langsam, aber sie kommt.

Die Entscheidung

Einige Wochen später ruft sie ein Bekannter an und eröffnet ihr unverblümt, dass Reiki okkult sei und sie damit aufhören solle. Okkult? Mit solch einer Aussage hätte sie nie gerechnet. Sie versteht die Welt nicht mehr. Ihr Bekannter sagt ihr noch, dass er jetzt den richtigen Weg gefunden habe. Daher könne er sie nur vor Reiki warnen. Angelika Amend berät sich mit ihrer Reiki-Meisterin. Diese versichert ihr, dass Reiki ihr Weg wäre. Wer hätte wohl auch anderes erwartet? Aber es geschehen immer mehr Dinge um die Autorin herum, die sie zunehmend nachdenklich stimmen. Die depressiven Zustände verstärken sich zudem, Selbstmordgedanken mehren sich.

Sie ruft ihren Bekannten an, der sie vor Reiki warnte. Dieser gibt ihr die Telefonnummer eines Pastors. Es dauert noch einige Tage, bis sie den Mut findet, diesen Pastor anzurufen. Es stellt sich heraus, dass er kein Pastor, sondern Evangelist ist und in der Nähe von Basel wohnt. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, sondern sagt der Autorin klipp und klar: „Angelika, wenn du auf diesem Weg weitermachst, gehst du direkt in die Hölle! Ich kann dir den weg in den Himmel zeigen, mit Jesus Christus.“

Das muss sie erst einmal verdauen. Wie ein Film läuft ihr ganzes Leben vor ihr ab. Sie sieht eine Bibelstelle vor sich, die ihr klar macht, dass sie sich mit dunklen Mächten eingelassen hat: Matthäus 12,43-45 „Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Orte, sucht Ruhe und findet sie nicht. Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von dem ich ausgegangen bin; und wenn er kommt, findet er es leer, gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, schlimmer als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes Menschen wird schlimmer als der Anfang.“

Sie merkt nun, dass sie vor einer wichtigen Entscheidung steht. Sie entscheidet sich für das Leben. Sie bittet den Evangelisten, ihr zu helfen. Er betet daraufhin mit ihr. Sie übergibt ihr Leben Jesus Christus, bekennt ihm ihre Schuld und nimmt Jesus als Retter und Heiler an. Sie sagt sich los von all den dunklen Mächten. Noch versteht sie nicht alles, aber in ihrem Herzen fühlt sie, dass dies die einzig richtige Entscheidung war. Sie beginnt, ihre gesamten esoterischen Gegenstände und Bücher zu vernichten. In der Bibel liest sie später die Bestätigung dafür: Apostelgeschichte 19,19 „Viele aber, die Zauberei getrieben hatten, brachten die Bücher zusammen und verbrannten sie öffentlich.“

Wie es in ihrem Leben weiterging, wie sich ihre Ehe entwickelte und wie die satanischen Mächte auf ihre Kehrtwende reagierten, möge jeder selbst in Angelika Amends Buch nachlesen. Der Kauf lohnt sich unbedingt. Packend und glaubwürdig geschrieben, ist das Buch ein Zeugnis dafür, was einem in der Esoterik alles widerfahren kann. Das Buch ist als deutliche Warnung zu verstehen. Die Esoterik, ob es nun um Reiki oder andere Praktiken geht, lügt uns etwas vor. Leicht fällt man auf die Täuschungen herein.

Viele Menschen wollen nicht wahrhaben, dass es reale geistige Mächte gibt, die nur ein Ziel haben: Die Zerstörung des Menschen. Die Bibel nimmt dabei kein Blatt vor den Mund und beschreibt ausführlich die Gefahren die es auf dem Parkett des Übersinnlichen gibt. Wir können Gott nur danken, dass es durch Jesus Christus einen Ausweg gibt. Die Autorin hat ihre Konsequenzen gezogen. Mögen es ihr noch viele Esoteriker gleichtun.

Der Kampf um meine Seele, Angelika Amend, ISBN 978-3765514685, 11,95

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