Der Mensch

Der Mensch ist manchmal schon ein Rätsel. Trotz bester Absichten brauchen wir uns nur einmal in unserer Welt umzusehen, um zu erkennen, dass es nicht bergauf- sondern bergab geht. Gewalttätigkeit, Kriminalität, Ellenbogengesellschaft, Egoismus, Aggressivität, Ausschweifungen – all das sind Dinge, die in unseren Gesellschaften immer mehr zunehmen.

Früher, in der Lichtarbeit, dachte ich, dass ich etwas gegen diese Zustände tun könne. Ich wollte Licht & Liebe verbreiten und meinte einen Beitrag dazu zu leisten, dass wir einem friedvollen neuen Zeitalter entgegen gehen. Doch das Ergebnis spricht eine andere Sprache. Ich selbst wurde in der Lichtarbeit immer depressiver und um mich herum wurde auch nichts heller, sondern nur noch dunkler.
Als ich dann zum Glauben an Jesus Christus kam, zeigte mir Gott, woran das lag. In seinem Wort, der Bibel, sagt Gott uns, dass kein Mensch von sich aus etwas Gutes tun könnte. Gott geht sogar noch weiter und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er feststellt, dass er keinen einzigen Menschen auf der Erde gefunden hätte, der auf seinen Wegen wandelt und Gutes tut:
„Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer“ (Römer 3,12) oder auch
„Es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt (1. Könige 8,46)

selbst gemachter Gott

Das ist nicht gerade sehr rühmlich für uns Menschen. Und doch, es ist wahr, das müssen wir wohl ehrlichen Herzens zugeben. Etwas ausgefressen hat schon jeder, völlig untadelig ist niemand von uns. Und auch wichtig ist die Erkenntnis, dass all die Selbstveredelungsversuche von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Wir können uns nicht aus uns heraus besser machen. Versuche dazu gab und gibt es en masse. Doch blicken wir uns um: Der Mensch wird nicht besser, sondern schlechter.

Die Ursache dafür ist, dass wir immer weniger etwas mit Gott zu tun haben möchten. Immer mehr klammern wir ihn aus unserem Leben aus. Gott und seine Gebote werden für viele zunehmend zu einem Ärgernis. Jesus wird mehr und mehr zum Stein des Anstoßes.

Oder wir schaffen uns eigene Götter und Götterbilder. Damals in der Lichtarbeit glaubte ich auch, einen Bezug zu Gott zu haben. Doch ich hatte mir meinen Gott wohl eher nach meinen eigenen Vorstellungen zusammen gezimmert. Es war mehr so, dass ich Gott in der Hand hatte und nicht er mich. Deswegen ist es gut, einmal damit zu beginnen sich zu fragen, wie Gott wirklich ist. Man wird staunen, welchen Fehlvorstellungen man da oft aufgesessen ist. Bei mir war es so, dass ich doch so einiges von diesen Vorstellungen über Bord werfen konnte.

Jesus gefunden

Ich selbst kann Gott nur danken, dass er sich von mir hat finden lassen. In Jesus Christus durfte ich den wahren Gott erkennen. Er ist ein sehr persönlicher Gott, ein guter Hirte, er hat wenig zu tun mit dem unpersönlichen Gottesbild, welches ich früher hatte. Dort war Gott mehr eine Energie für mich gewesen. Doch Gott ist ganz anders. Er liebt die Menschen, aber er ist auch absolut heilig, Sünde kann vor ihm nicht bestehen. Deshalb ist Jesus Christus in diese Welt gekommen. Gott kam in Jesus, Gottes Sohn, zu uns, war richtiger Mensch und Gott zugleich und opferte sich selbst, um Sühne für uns zu erwirken.

Denn so wie wir sind, können wir nicht zu Gott kommen. Gottes Anspruch, nämlich absolute Heiligkeit können wir gar nicht erfüllen. Wer könnte schon von sich behaupten perfekt zu sein? Also, ich nicht. Ich weiss, dass ich Jesus brauche. Er ist mein Anwalt, der für mich bezahlt hat. Nur dadurch, dass ich dieses stellvertretende Opfer im Glauben in Anspruch nehme, kann ich einmal zu Gott kommen. Denn Gott hat mir vergeben. Er ist ein gnädiger Gott. Er will niemanden verurteilen, aber er sagt uns auch klar, dass wir uns einen Anwalt nehmen müssen, um einmal bei ihm sein zu können. Dieser Anwalt kostet nichts, nur eine Entscheidung.
Eckart

Feedback zu diesem Artikel?
Selbst einen Text zum Thema schreiben? Gerne: feedback@lichtarbeit.asia oder
Kontaktformular